Fliesen ABC

A

Abriebgruppen

Abriebgruppe 1: Sehr leichte Beanspruchung; für Böden ungeeignet. Fliesen dieser Gruppe werden nur noch sehr selten, meist im künstlerischen Bereich angeboten.

Abriebgruppe 2: leichte Beanspruchung, nicht zu verwenden bei Küchenböden, Eingangsbereiche, Terrassen und Balkone und Treppen.

Abriebgruppe 3: mittlere Beanspruchung; kann im gesamten Wohn- und Außenbereich verwendet werden.

Abriebgruppe 4: stärkere Beanspruchung, für Eingangsbereiche, Küchen, Terrassen, Nutzräume, Verkaufs und Wirtschaftsräume, Büros.

Abriebgruppe 5: für stark beanspruchte Bereiche; für Werkstätten und Flächen mit extremen Publikumsverkehr.

 

 B

Bewegungsfuge  ( Dehnungsfugen)

ist eine Fuge zur Unterbrechung von Bauteilen bzw. Fliesenflächen, um Spannungsrissen vorzubeugen. Bewegungsfugen lassen Bewegungen zu und bauen dadurch schädigende Spannungen im Belag ab. Sie können je nach Anwendungsfall angelegt werden.

-Dehnungsfugen  sind Wartungsfugen-

 

Brandfarben

Aus herstellungstechnischen Gründen treten bei Steingut und Steinzeugfliesen leichte Farbabweichungen (Brandfarbe)  auf. Achten Sie grundsätzlich darauf, nur Fliesen gleicher Brandfarbe zu kaufen.

 

D

Dichtband

Ein Dichtband dient zur Überbrückung des kritischen Anschlussbereiches Wand und Boden, bei alternativen Abdichtungsmaßnahmen. Es handelt sich meist um elastische Kautschukbänder, die in die frische Spachtelmasse eingelegt und anschließend nochmals über spachtelt werden.

 

Dichtmanschetten

Dichtmanschetten dienen bei alternativen Abdichtungsmaßnahmen zur Eindichtung von Rohrdurchführungen, die in die frische Spachtelmasse eingelegt und anschließend nochmals über spachtelt werden.

 

Dickbettverlegung

Verfahren zur konventionellen Verlegung von Fliesen an Wand und Boden aus einer Mischung aus  Mörtel, Sand und Zement  ( DIN 18352). Bei der Dickbettverlegung werd3en Wand und Bodenfliesen direkt in das Mörtelbett eingesetzt, wobei der Mörtel alle Unregelmäßigkeiten des Untergrundes ausgleicht. Darin liegt der wesentliche Vorteil gegenüber der heute allgemein üblichen Dünnbettverlegung. Weiterhin wird mit der Dickbettverlegung eine hohe Genauigkeit erzielt. Anwendung findet diese meist, wenn bauseitig kein Putz oder Estrich vorhanden ist.

 

 Dünnbettverfahren

Die Dünnbett- Verlegung ist sehr häufig angewandte Art der Verlegung von Fliesen und Wand und Boden.

Man unterscheidet hierbei zwischen hydraulisch erhärtenden Dünnbettmörtel, Dispersionsklebestoffen und Expoxidharzklebstoffen. 

Der Vorteil dieser Verlegeart liegt in der raschen Arbeitsweise, Voraussetzung ist aber völlig ebener Untergrund. Sollte der Untergrund größere Unebenheiten aufweisen, so ist eine vorherige Spachtelung zu empfehlen.

 

E

Entkopplungsmatten

Eine Entkopplungsmatte ist ideal für eine schnelle, saubere und kostengünstige Bodensanierung. Dadurch sin Dreck, Krach und wochenlange Störungen kein Thema mehr. Altes Hart- PVC, Fliesen, Bodenbeschichtungen oder auch haftungsfeindliche Untergründe, z.B. gestrichene Böden, können zusammen mit Entkopplungsmatten genutzt werden.

Der Altbelag  muss nicht entfernt. Ein weiterer Vorteil: Die Matte wird zwar direkt auf dem Untergrund verlegt aber  nicht mit ihm verklebt- schwimmende Verlegung garantiert eine hundertprozentige Entkopplung d.h. Schallbrücken, Spannungen und Risse werden vermieden.

 

F

Flexkeber

Bei den sogenannten " Flex- Klebern" handelt es sich um zementäre Kleber, die durch Kunststoffanteile vergütet wurden und somit über besondere Eigenschaften verfügen. Ihr Einsatz ist vor allem auf Untergründen, bei denen Bewegungen zu erwarten sind oder auf Fußbodenheizungen zu empfehlen.

 

Fugen

Fugen dienen dem Ausgleich materialbedingter, zulässiger Abweichungen der Kantenlänge und der Rechtwinkligkeit von den angegebenen Herstellermaßen. Die Fugenbreiten ergeben sich im allgemeinen aus der Differenz der Nennmaße und Herstellermaße oder sind den Verlegenormen als Empfehlung vorgegeben.

 Empfohlenen Fugenbreiten    Kantenlänge von 100 bis 200 mm : etwa 3mm

                                                 Kantenlänge von 200 bis 600 mm: etwa 4mm

                                                 Kantenlänge bis 100 mm:               etwa 2mm

 

G

Grundierung

Anstriche zur Vorbehandlung der Ansetz- oder Verlegeflächen vor dem Auftragen des Mörtels oder des Klebstoffs.

 

 

N

Nennmaß

Eine 20er Fliese hat beispielweise das Nennmaß 200*200 mm, hingegen ein möglicher Herstellermaß von 197*197 mm.

 

R

 

Reservematerial

Bei der Bestellung  Ihrer Fliesen sollen immer 5% Reservematerial berücksichtigen, um etwaige späteren Reparaturen passenden Ersatz zu haben.

 

S

Steingut und Steinzeug

Steingut: Fliesen mit hoher Wasseraufnahme nach EN 159

Glasiertes Steinzeug: Glasierte  Fliesen mir niedriger Wasseraufnahme nach EN 176

 

Bitte beachten Sie, dass Bodenfliesen mit niedriger Wasseraufnahme mit entsprechenden Kleber verarbeitet werden müssen.

 

U

Untergrundbehandlung

Je nach Untergrund ist eine unterschiedliche Behandlung mit Voranstrichen, Grundierungen oder Spachtelmassen notwendig.

 

V

Verfugung

Nach dem verlegen der Fliesen, füllt man anschließend die Fliesenzwischenräume mit Fugenmörtel. Hierbei ist die Wahl der Fugenfarbe von entscheidender Bedeutung für das Gesamterscheinungsbild des gefliesten Bereiches. Der Fugenmörtel auf dem Fußboden sollte möglichst dunkel gehalten werden, da diese Fugen für Verschmutzung besonders anfällig sind. Das Fugenbild der Wandfliesen sollte hingegen heller als die Wandfliese selbst gewählt werden, damit das Fugengitter nicht dominiert. Im Außenbereich und auf Fußbodenheizung ist auf die Verwendung von Flexmörtel zu achten.

Verschleiß

siehe Abriebgruppen

 

 

 

 

 Reparaturen aller Art

- Wasserschäden

- Fliesenaustausch

- Fugensanierung

- u.v.m.